„Heckenmädchen“ – noch ein Fotogedicht

Wir (königlich) haben mal wieder was geschrieben. Also eigentlich mittlerweile noch viel mehr, ich (jetzt nicht mehr königlich und näher an dir, liebe/r Leser/in) wollt mal was leichteres – und der restliche lyrische Krempel könnte auch von John Snow geschrieben worden sein, so Emo ist das. Also hier ein bisschen schmunzeln.

Heckenmädchen

Hübsches Mädchen in der Hecke,
sag mir, was machst du denn hier?
In den Haaren strahlen Blüten,
im Schlüppi juckt ein Krabbeltier.

Erotik, das ist Kunst, ganz klar,
das weiß die Gabi ganz genau.
D’rum ist bei ihren sexy Bildern,
alles bis aufs Tattoo grau.

Ein netter Kerl, ganz unverblühmt,
wer lässt den denn an sich ran?
Ein Hochlicht, eins streift links eins rechts,
fertig ist der Action-Mann.

Beauty ist des Geistes Kinde,
das wahre Leben ist der Graus.
Muschellicht und Hochpasshaut,
alle seh’n jetzt gleich gut aus.

Und wenn mal die Stricke reißen,
verzage nicht, mein Foto-Freund.
Nimm Flüssiglatex, Ketten, Schienen,
wer hat noch nicht davon geträumt?

„Hammer“, „Wow“ und „Megageil“,
Lob ist, was das Herz begehrt.
Wer „In“ sein will, der muss nix leisten,
muss machen, was sich hat bewährt.


Auch hier wieder eine Hörempfehlung:

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